Mitteldeutsche-Zeitung vom 11.02.2009

Quedlinburg schießt Spitzenreiter ab

Das Oberliga-Team sorgt mit dem 6:2-Sieg gegen Salzwedel II für eine Überraschung


Der Quedlinburger Jugend-Spieler Patrick Mowitz zeigt in seiner ersten Oberliga-Saison starke Leistungen und ist schon ein vollständiges Mannschaftsmitglied. Im April wird er an den Deutschen Jugendmeisterschaften teilnehmen. (FOTO: CHRIS WOHLFELD)

QUEDLINBURG/BALLENSTEDT/MZ/ WEN/HEM. In den Poolbillard-Ligen stand der achte Spieltag an. Für eine Überraschung sorgten die Quedlinburger Oberliga-Spieler, die den bislang ungeschlagenen Tabellenführer haushoch mit 6:2 besiegten und nun vielleicht sogar selbst noch in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen könnten.

Oberliga

Zum Rückrundenauftakt der Oberliga begrüßte der Quedlinburger BC Tabellenführer Salzwedel. Die Quedlinburger gingen durch die Ausfälle von Mike Drieling und Marcel Schielke ersatzgeschwächt in die Partie, rechneten sich aber trotzdem gute Chancen aus, da die Formkurve in letzter Zeit stetig nach oben zeigte.

Und stark begannen die Quedlinburger, denn der sechsfache Jugend-Landesmeister Patrick Mowitz konnte durch cleveres Spiel seinen Gegner Schöbbel, der bis zu diesem Spieltag ohne Niederlage geblieben war, mit 8:1 in die Schranken weisen. Nach zwei umkämpften und knapp gewonnenen Partien durch Hannes Wendorff (8:7) und René Konrad (6:5) stand es 3:0 für Quedlinburg, und als überraschend Ersatzmann Kai Holl sein 14 / 1 gegen Ries gewann, sogar 4:0.

Damit ergab sich sich das Ziel der Quedlinburger, aus den verbleibenden vier Partien noch mindestens einen Punkt zu holen, um den Sieg zu sichern. Dies gelang Hannes Wendorff durch seinen 8:3-Erfolg gegen Ries. Auch Mowitz trug seinen zweiten Tagessieg zum Stand von 6:0 bei, als er seinen Gegner Jobst, der lange Jahre in der Regionalliga spielte, in einem hauchdünnen 14 / 1 mit 85:84 in die Schranken wies. Jobst verschoss die Kugel zum 85:74-Endstand und eröffnete so Mowitz die Chance zum Sieg. Dieser benötigte noch elf Bälle, die er sicher versenkte und so seine Chance eiskalt nutzte. Letztendlich verloren Konrad und Holl (4:6 und 5:6) noch knapp und stellten somit den 6:2-Endstand her.

"So kann es in dieser Saison weitergehen", freute sich Hannes Wendorff. In der Tabelle belegen die Quedlinburger nun nach dem siebenten von zwölf Spielen den dritten Platz mit zwei Punkten Rückstand auf Halle und Salzwedel.

Verbandsliga

Die schwächste Saisonleistung lieferte die erste Mannschaft des PBC Ballenstedt bei der 2:6-(38:46)-Heimniederlage gegen Eisleben ab. Mit nur zwei Einzelerfolgen durch Heiko Böhnstedt und Michael Strauchmann fiel die Punktausbeute so mager aus, wie in keiner der sechs vorausgegangenen Ligabegegnungen. In keiner der acht Partien konnten die Ballenstedter überzeugen und fanden zu keiner Phase der Begegnung nur annähern zur Normalform. Bis zur in zwei Wochen anstehenden Auswärtspartie bei Tabellenführer Halle bleibt noch viel Arbeit, um zu Form und Moral zurückzufinden.

Die Partien:

14 / 1 endlos: H. Böhnstedt - Burghardt 58:70 und Strauchmann - Plewa 40:70

8-Ball: Strauchmann - Plewa 6:3, Steffen - Fiedler 3:6 und S. Böhnstedt - Steinmetz 4:6

9-Ball: Steffen - Fiedler 6:7, S. Böhnstedt - Steinmetz 3:7 und H. Böhnstedt - Burghardt 7:3 Landesliga

Die Zweitvertretung des PBC Ballenstedt machte einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. In Bernburg setzten sich Christian Bartels, Maik Allenfort, Gabor Stolze und Jens Buchmann unerwartet deutlich mit 7:1 (43:30) durch. Mit nunmehr vier Punkten Abstand zu einem Abstiegsplatz in der Tabelle können die noch anstehenden Begegnungen gelassen angegangen werden.

Die Partien:

14 / 1 endlos: Schmidt- Bartels 38:60 und Hanusa - Allenfort 46:60

8-Ball: Hildebrandt - Stolze 2:5, Wolf - Bartels 4:5 und Schmidt - Buchmann 5:3

9-Ball: Wolf - Allenfort 3:6, Hanusa - Buchmann 5:6 und Hildebrandt - Stolze 4:6

Landesklasse

Die zweite Mannschaft Quedlinburgs, die nur aus Jugendspielern besteht, die teilweise erst ihre erste Saison spielen, haben sich knapp mit 3:5 gegen Eisleben geschlagen geben müssen. "Aufgrund der letzten doch überzeugenden Leistungen und dem guten Trainingsengagement sollten dort zum Saisonende durchaus ein paar Pünktchen herausspringen. Aschersleben IV hat auch nur drei Punkte Vorsprung, vielleicht kann man die Rote Laterne ja doch noch abgeben", meinte Hannes Wendorff.

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